Ich war vor kurzem bei einem Kurs und bin so mal wieder mit der „Aussenwelt“ in Kontakt gekommen. Man unterhielt sich und plauderte auch über die eigene Arbeit, das Unternehmen und später sogar darüber was einen störte.  Ich war überrascht in was für Umgebungen so mancher meiner „neuen Kollegen“ arbeitet und wie Unternehmen mit ihren Mitarbeitern und Teams umgehen. Hier einige Beispiele:

  • Vor /während/ nach jedem Projekt werden die Mitarbeiter in neue Teams verschoben, weil dort „Not am Mann“ ist.
  • Während eines Projekts müssen sie sich prozentual aufteilen (20% hier, 10% dort, 30% ganz woanders), da das Wissen sonst nicht vorhanden ist.
  • Sie werden in Technologiekatekorien unterteilt, da jemand der Meinung ist so das Beste aus dem Team herauszuholen.

Schon 1965 beschrieb Bruce Tuckman die verschiedenen Phasen der Teambildung. Zu allererst wird das Team gebildet. Dabei versucht jeder keinem anderen auf die Füsse zu treten, sich anzupassen und akzeptiert zu werden (Forming). Nach einiger Zeit gibt es die ersten Reibereien und jeder versucht seine Ideen/Perspektiven den anderen näher zu bringen (Storming). Sollte das Team es schaffen in die nächste Phase überzugehen, steht das gemeinsame Ziel an oberster Stelle (Norming) und die eigenen Ziel treten in den Hintergrund. Einige der Teams schaffen es noch eine Stufe weiter: Performing – das Team funktioniert als eine Einheit und erledigt die Aufgaben reibungslos.

Somit sollte auch klar sein, das es nicht möglich ist Teams auf dem Papier zu erschaffen und zu hoffen, das daraus „High-Performance-Teams“ werden.

  • Jeder Mensch braucht Zeit um sich in Gruppen/Teams zurecht zu finden
  • Jeder einzelne in einem Team sollte zu 100% in diesem arbeiten.
  • Das Team sollte eine Technologie beherrschen, nicht nur Einzelne im Team.

Aber auch jedes „gestandene“ Team ist nicht vor diesen Veränderungen gefeit. Ein neues Teammitglied, ein neuer Vorgesetzter oder andere Umstrukturierungen innerhalb des Unternehmens können dazu führen, das ein Team alle Phasen erneut durchleben muss. Aus diesen Gründen sollten man allen Teams auch Zeit geben, um sich zu finden und die Chance zu erhalten ein „High-Performance-Team“ zu werden.